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In Oberaden (Stadt Bergkamen) bestand von 11 - 8/7 v. Chr. das größte römische Militärlager nördlich der Alpen.
In dem ca. 56 Hektar großen Lager waren bis zu zwei Legionen, etwa 12.000 Menschen untergebracht. Unter Drusus, dem damaligen Statthalter Galliens, begann im Jahre 12 v. Chr. ein langwieriger Krieg zwischen Rom und den östlich des Rheins siedelnden Germanenstämmen. Dieser Krieg wurde im Jahre 16 n. Chr. eingestellt. Die im Lager Oberaden stationierten Soldaten hatten die Aufgabe, kriegerische germanische Stämme zwischen Rhein und Weser zu bekämpfen, darunter die in der Nachbarschaft des Lagers siedelnden Sugambrer. Die Feldzüge des Drusus (12 - 9 v. Chr.) endeten unerwartet mit seinem vorzeitigen Tod in Germanien. Im Jahre 8 v. Chr. vollendete sein Bruder Tiberius die Unterwerfung der Sugambrer. Diese wurden auf die andere Rheinseite deportiert. Offenkundig zur gleichen Zeit räumte das römische Militär das Lager Oberaden. |
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| Presseartikel | ||
Bettina Tremmel durchforstete Funde aus dem Römerlager |
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Der Bau des Lagers im Spätsommer des Jahres 11 v. Chr. muss auf die einheimische Bevölkerung wie ein Schock gewirkt
haben. Denn, was sich vor ihren Augen abspielte, war fremd für ihre gewohnte Vorstellungswelt. In Windeseile stampften
römische Soldaten eine riesige Militärstadt aus dem Boden. Das Römerlager war zum Schutz von einem bis zu 5 m breiten und etwa 3 m tiefen Lagergraben umgeben. Dahinter erhob sich eine etwa 3 m breite und etwa gleich hohe Holz-Erde-Mauer. Zwischentürme waren im Abstand von 25 - 30 m eingebaut. In das Lager kam man nur durch die schwer bewachten Lagertore, von denen sich jeweils eines an den vier Hauptseiten befand. Im Innern gab es Kasernen, diverse Wohnhäuser, einige davon mit luxuriöser Ausstattung für hohe Offiziere, weiterhin das zentrale Kommandeursgebäude (praetorium) und das Stabsgebäude (principia). |
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| Presseartikel | ||
Detektiv auf den Spuren des Römerlagers Oberaden (26.11.2009) |
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Geld für die Holz-Erde-Mauer (16.08.2009) |
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Spende für die Mauer (16.09.2008) |
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Holz-Erde-Mauer des Römerlagers eine Herausforderung (01.08.2006) |
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Seit der Entdeckung des Römerlagers 1905 durch Pfarrer Otto Prein (weitere Infos:
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wurden in vielen großflächigen Grabungskampagnen durch
die Museen in Dortmund und Münster wichtige Teile des Römerlagers erforscht. Von den Aufsehen erregenden archäologischen
Ergebnissen ist heute im Gelände nur wenig sichtbar, dennoch ist nicht alles spurlos verschwunden. Vieles bewahrte der
Boden, darunter auch die Fundamente der Lagerbauten. Den Lagergraben kann man noch an zwei Stellen im Gelände erkennen.
Von der Lagermauer blieben u. a. Fundamentgräben und Standspuren der Zwischentürme erhalten, so dass sich bei den Ausgrabungen
auch die Lage und Größe der Lagertore ermitteln ließen. Im feuchten Bodenmilieu hat sich über einen Zeitraum von 2000
Jahren sogar noch an einigen Stellen das Holz der Eichenpfosten erhalten. Schritt für Schritt soll auf dem Geländes des Römerlagers ein archäologischer Park entstehen, der als Bildungs- und Freizeiteinrichtung die Spuren der römischen Geschichte lebendig werden lässt. Lust auf Geschichte zu wecken und gleichzeitig die Überreste des bedeutenden Bodendenkmals zu schützen, sind die wichtigsten Ziele bei diesem Vorhaben. Mit der Umsetzung dieser Pläne wurde bereits begonnen. Seit April 2006 führt ein römischer Lehrpfad (weitere Infos: Link zum Stadtmuseum) mit Informationstafeln in Gestalt römischer Feldzeichen (vexilla) zu den bedeutendsten Fundorten des Römerlagers. In Kürze soll ein Teilstück der imposanten Verteidigungsmauern entstehen. |
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